Geburt im Geburtshaus

Anmeldungen sind vom positiven Schwangerschaftstest bist zur
36. Schwangerschaftswoche möglich.
Voraussetzungen für eine Geburt im Geburtshaus:
- regelmäßige Treffen
- Auswahl nach Risikokatalog im Rahmen von QM
- Geburtsvorbereitungskurs im Haus
- Aufklärung und schriftliche Bestätigung zum Geburtsort
- Rufbereitschaft ab 36. bis 42. Schwangerschaftswoche
Bei Urlaub, Krankheit oder Fortbildung der Hebamme, muss zur Betreuung der Geburt die Klinik aufgesucht werden!

Jede Geburt ist anders. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Sie in Ihrer Entscheidung zu unterstützen, um die für Sie bestmögliche Art und Weise für die Geburt Ihres Kindes zu finden.
Sobald Sie ins Geburtshaus kommen, ist die Hebamme ausschließlich für Sie da. Sie sind zu keinem Zeitpunkt allein und werden liebevoll, respektvoll und geduldig begleitet.
Unsere Geburtsräume im Geburtshaus Lebenslicht bieten Ihnen alle Möglichkeiten die Wehen ganz nach ihren Bedürfnissen zu verarbeiten. Sie können hier wählen, ob Sie eine Wassergeburt, eine Geburt auf dem Geburtshocker oder eine Geburt in einer anderen Ihnen angenehmen Position möchten.
Die ersten Eindrücke Ihres Babys werden Wärme, Geborgenheit und Körperkontakt sein.
Nach etwa 3 Stunden treten Sie gemeinsam mit Ihrem Baby den Weg nach Hause an. Sie können aber auch individuell länger bei uns verbleiben.
Sich in Ruhe und ohne Störung in sein Kind verlieben, Partner und Geschwisterkinder bei sich haben, sich von Anstrengungen und Wehen in vertrauter Umgebung erholen - drei von vielen Gründen für eine ambulante Geburt.
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Richtlinien B- Streptokokken
Bei den so genannten „Early-Onset-Infektionen“ handelt es sich um relativ seltene, gelegentlich jedoch septisch verlaufende Infektionen in der Perinatal-Zeit, deren Patho-Mechanismen noch nicht hinreichend aufgeklärt sind.
Bei der Frühsepsis werden noch vor oder während der Geburt die auslösenden Krankheitserreger von der Mutter auf das Kind übertragen. Am häufigsten handelt es sich bei diesen Krankheitserregern um Beta-Hämolysierende Streptokokken der Gruppe B oder um Escherichia coli. Aber auch Staphylococcus aureus, Klebsiellen, Enterokokken, Streptokokken anderer Gruppen, Listeria monocytogenes und Anaerobier, wie Bacteroides fragilis, können eine Frühsepsis verursachen
Diese Erreger stammen in der Regel aus dem Mastdarm der Mutter und steigen über die Scheide in den Gebärkanal und in die Gebärmutter auf. Dort bewirken sie eine Entzündung der Eihäute und gelangen in der Folge ins Fruchtwasser, das das noch nicht geborene Kind umgibt. Die Krankheitserreger werden mit dem Fruchtwasser von den betroffenen Kindern verschluckt und können so in die Lunge gelangen, wo sie eine Lungenentzündung auslösen können. Die Krankheitserreger können aber auch während des Geburtsvorgangs im Geburtskanal von den Neugeborenen aufgenommen werden und eine Infektion bewirken.
Von der Mutter erhalten Kinder während der Schwangerschaft über den Mutterkuchen zwar Abwehrkörper, eine sogenannte Leihimmunität, und nach der Schwangerschaft über die Muttermilch antiinfektiöse Substanzen zur Bekämpfung von Infektionen, aber diese genügen nicht immer, um eine Infektion und die sie auslösenden Krankheitserreger erfolgreich zu bekämpfen. So können sich die Krankheitserreger mit dem Blut über den ganzen Körper des Neugeborenen verteilen und auch an anderen Stellen zu weiteren Infektionen führen. Darauf versucht das Abwehrsystem zu reagieren und bewirkt eine überschießende Entzündungsreaktion, was zum Funktionsverlust lebenswichtiger Organe und damit zum septischen Schock führt, an dem die Neugeborenen ohne rechtzeitige Behandlung versterben. Dabei kann der Übergang vom gesund wirkenden Neugeborenen zum schwerstkranken Neugeborenen bis hin zum Tod oft nur wenige Stunden dauern.
Gerade für schwangere Frauen ist ein Streptokokken Test unabdingbar.
Bei den B Gruppen handelt es sich im Allgemeinen um Erreger, die eine Vielzahl von Menschen in sich tragen ohne jedoch davon zu wissen. Diese verursachen in der Regel keinerlei Symptome und haben demnach für die werdende Mutter auch keine Auswirkungen. Allerdings kann sich das Baby bereits vor oder während des Geburtsvorganges damit infizieren, was einen Test notwendig macht. Dieser ist sowohl für die Mutter als auch für das Baby vollkommen ungefährlich.
Sollte B- Streptokokken Test positiv ausfallen, hat dies keinerlei Einfluss auf eine außerklinische Entbindung.
Bei der Entbindung in der Klinik wird im Falle eines positiven B Streptokokken Tests eine Antibiotikatherapie durchgeführt, diese ist im Geburtshaus nicht möglich.
Antibiose
Die Erziehungsberechtigten sollten insbesondere in den ersten 48 Stunden bei jedem Wickeln auf folgende Warnzeichen achten und ggf. sofort Ihre Hebamme, Arzt/in informieren:
- eine Herzfrequenz von mehr als 150 Schläge/Minute
- auffällige Atmung oder sogar Atemstillstand
- eine Körperkerntemperatur von über 37,5 °C oder unter 36,5°C (ungewöhnlich niedrige oder hohe Temperatur)
- schlaffer Muskeltonus, Lethargie, marmorierte, kalte Extremitäten, blass- graues Hautkolorit
- Trinkstörung, Exsikkose, Berührungsempfindlichkeit, aufgeblähter Bauch, keine Darmgeräusche, Erbrechen
- Reizbarkeit
- niedriger Blutdruck
- ungewöhnliche Herz und / oder Atemfrequenz
Streptokokken der Gruppe B können eine bakterielle Meningitis verursachen. Je später die Infektion auftritt, desto weniger problematisch sind die Infektionen.
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Kosten für eine Geburt im Geburtshaus: 500,00 Euro
ab 01.06.2026: 600€
Hausgeburt: 800,00 Euro
Hier finden Sie alle Informationen zu unserem Aufklärungsgespräch!
Hausgeburt
Aufgrund der neuen Richtlinien führen wir wieder Hausgeburten durch, wenn es keine geplante Geburtshausgeburt in dem Zeitraum gibt !
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